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CrowdFUNding liefert Funding und FUN on Investment gleichzeitig.

Das Thema Crowdfunding verbindet zwei Welten über Web2.0 Technologie: Entrepreneurship und Kapitalmarkt. In diesem Spannungsfeld dieser beiden Pole bewegen sich auch die aktuellen Diskussionen rund um Crowdfunding:

Die Welt der kreativen Querdenker, Gründer und Unternehmer berichtet über Erfolgsmeldungen zu erfolgreichen Crowdfinanzierungen. Viele Spender oder Mikro-Investoren ermöglichen Projekte, die ein Einzelinvestor oder eine Bank nicht finanzieren würden.  Daraus resultieren viele unterschiedliche Modelle und Plattformen, die auf diesem neuen Markt aktiv sind oder es werden wollen.

Die Finanzwelt ist nach wie vor stark angeschlagen und zu Innovationen dieser Art noch nicht anschlussfähig. Auch wenn es in dieser Welt bereits Interesse an Crowdfunding gibt, lautet das globale Stimmungsbild "Crowdfunding ist höchst risikoreich und fördert Missbrauch". Das Resultat ist vorerst eher zurückhaltende Skepsis. In dieser Welt werden daher vordergründig Themen wie Anlegerschutz oder Regulierung diskutiert.

An dieser Stelle braucht es mehr Kommunikation und wechselseitiges Verständnis für diese neue Form der Finanzierung von innovativen Projekten. Das European Crowdfunding Network (ECN) wurde als Kommunikationsdrehscheibe gegründet, um auf Europäischer Ebene Standards und Lösungen zu entwickeln.

Wer sich intensiver mit Crowdfunding beschäftigt, merkt, dass die Vorteile bei weitem überwiegen und viele Risiken aus Unwissenheit überbewertet werden. Daher soll an dieser Stelle ein kurzer Überblick zu den wesentlichen Themen gegeben werden: 

Risiko: Bei Crowdfunding geht es um die Sammlung kleiner Beträge (typisch zw. € 5 und € 1.000) von vielen Menschen, die sich gemeinsam für ein Projekt begeistern. Seriöse Plattformbetreiber weisen im Investment-Prozess darauf hin, dass man nur Geld einsetzen soll, auf das man auch verzichten kann. Bei Crowdfunding, wo es um Spenden geht, ist ohnehin klar, dass man dafür keine monetäre Gegenleistung erhalten wird. Bei Crowdinvesting kann man durch die Streuung seines Risikokapitals auf unterschiedliche Projekte eine Risikoreduzierung erreichen. Im Prinzip kann man sich ein Portfolio unterschiedlicher Investments aufbauen, mit dem Vorteil, dass die Projekte transparent und direkt dargestellt werden müssen damit jemand Geld in die Hand nimmt.

Missbrauch: Sehr oft wird angemerkt, dass ein Gründer oder Nutzniesser auch mit dem Geld verschwinden könnte. Das setzt eine Täuschung voraus, die bei Projekten, die in der Regel von mehr als 100 Personen durchleuchtet werden, schwer zu verbergen sein wird. Das "Alles-oder-nichts-Prinzip" garantiert, dass im Falle, dass der erforderliche Betrag nicht erreicht wird, die Investoren ihr Geld verlustfrei zurück bekommen. Weiters kann die Auszahlung des Gesamtbetrags für den Projektträger in Raten erfolgen, wo Nachweise für die widmungsgemäße Verwendung erbracht werden müssen.

Fun on Investment: Bisherige Erfahrungen mit Crowdfunding zeigen, dass die finanzielle Dimension - also die Vermehrung des eingesetzten Betrags - für viele Teilnehmer nur eine untergeordnete Rolle spielt. Viele Menschen haben Spaß daran etwas in ihrem Leben zu bewegen oder zu verändern, ohne selbst die erforderlichen Ressourcen oder Kompetenzen dafür zu besitzen. CrowdFUNding liefert dieser Gruppe erstmals die Möglichkeit hautnah an spannenden Projekten teilzuhaben. Die Eigenschaft, dass ein Projekt auch schief gehen könnte, liefert eine ähnliche Spannung wie im Glücksspiel, in diesem Fall aber mit einer wesentlich höheren Erfolgsquote. Dazu kommt, dass jeder Mikro-Investor auch Teil der Projektkommunikation (Marketing) werden kann und damit am Erfolg des Projekts aktiv "mitdenken" und mitarbeiten kann. Wer schon einmal ein Unternehmen gegründet hat, weiß, dass dieser Wert (z.B. in Form von Mundpropaganda, verstärkt durch Social Media) ein vielfaches des eingesetzen Kapitals und ein wesentlicher Teil des Projekterfolgs ist.

(Reinhard Willfort)